A Fairly Fairy Tale by Sunshine Somerville (German review)

"A Fairly Fairy Tale" ist Sunshines Somervilles erstes Kinderbuch mit mittelalterlichen Elementen. Es geht um die fröhliche, unabhängige 19-Jahre alte Littagale, die lieber auf Abenteuer gehen will, als einen Prinzen zu heiraten.






Allerdings ist es Zeit für Littagale zu heiraten, weil ihr Vater King Wesick nicht ewig die Heiratsanträge jedes Prinzen bis zu Tausend Meilen entfernt von ihnen verweigern kann. Darum planen Littagale und ihre Stiefmutter Mattea, Littagale vom Palast wegzubringen und wer könnte mehr helfen, als ein kidnappender Drache, der von allen gefürchtet und im ganzen Land bekannt ist?

Es ist wundervoll zu sehen, wie Littagale aus ihrer schwierigen Situation ausbricht und wie sie anstatt eine Jungfrau in Nöten zu spielen, das Herz des Lesers gewinnt, indem sie der Held selber wird und gedankenvolle und eigene, einsichtige Ideen entwickelt. 

Natürlich gibt es auch noch einen Bösen: den arroganten, egoistischen Prinzen Deke von Archwild mit seiner dunklen Kleidung und seinen blonden, glatt gegelten Haar, der nur die Krone will, mit allen Kosten verbunden. 


Pluspunkte:
 

Es ist korrekt formatiert für jüngere Kinder, also kann das Märchen auch für erste Leseerfahrungen genutzt werden. Die Hauptcharaktere sind meistens gute Rollenmodelle und positiv, so dass sich Kinder mit ihnen identifizieren können. Da ist die lispelnde Opal, die alte Tante Maeve, der humorvolle Prinz Nolan, der es immer liebt leckeres Essen außer Sicht zu bringen, die liebe Stiefmutter Mattea, die nicht kochen kann und der freundliche Prinz Casper, welche die relevantesten und liebsten Figuren für mich sind. Ich mag auch richtig gerne die Beschreibungen des Drachen und seine Einführung in die Geschichte.

Kritik:
 

Auf vielerlei Art hat die Story viel Potential, um zu unterhalten und sowohl Erwachsene als auch Kinder zum Lachen zu bringen, zum Beispiel das Pferd, das Monster Striker heißt und viel lieber  Rainbow Sprinkles genannt werden will oder das Geständnis von Littagales Mutter: "Es ist das 10. Jahrhundert, Liebes. Alles ist archaisch." (Obwohl dies ein Statement ist, das viele Kinder nicht verstehen werden, außer sie hatten ihre erste Geschichtsstunde). Und wahrscheinlich denkt auch nie jemand über seine eigene Zeit so. Aber dies ist, leider, eins der Hauptprobleme des Buches.

Es ist weder eine richtige Geschichte über das Mittelalter mit allen korrekten Fakten seiner Zeit, noch eine Geschichte, die man als Persiflage über das Mittelalter sehen kann. Und das ist manchmal wirklich ein wenig nervig. Ok, es ist toll, dass Littagale über Architektur etwas lernt, aber auf der anderen Hand wird erklärt, dass sie nur singt, näht und lernen soll zu kochen als spätere Königin und Ehefrau. Auch wurden ein paar Gegenstände in die falsche Zeit plaziert: eine Innentoilette, öffentliche Schulen, Badeanzüge, Liegestühle, Steinschleudern aus Gummi und so weiter, die teilweise durch andere Dinge hätten ersetzt werden können (zum Beispiel statt einer riesigen Steinschleuder aus Gummi hätte man den Flaschenzug aus der alten Kultur der Assyrer oder Ägypter nutzen können, die Archimedes in 250 vor Christus wiederentdeckt hat und dafür auch Formeln der Hebelwirkung aufstellte, um die mechanische und technische Tauglichkeit zu prüfen).

Und eines Tages jagen Nolan und Prinz Defendall und da sind sprechende Tiere, die natürlich nicht gegessen werden können. Aber natürlich kann man die "dummen Tiere", die niedrig in der Nahrungskette stehen, töten (das verstehen selbst die klugen Tieren, wenn diese getötet werden). Und natürlich darf niemand wissen, dass diese sprechen können (auch wenn die sprechende Tiere jeden anflehen, dass sie nicht getötet werden wollen und ergo es jeder weiß). Ich hätte es verstanden, wenn  Nolan den Hasen retten wollte, weil er ihn als Haustier an seine Stiefschwester geben wollte. Obwohl das natürlich nicht so häufig passierte, könnte man argumentieren, dass Lucky, ein besonders hübsches Exemplar war etc. Es ist auch eher beunruhigend, dass die Wildtiere bestimmen können, wer gegessen werden soll und wer nicht.

Ein nächster Punkt wäre, dass obwohl Littagale eher eine erwachsene Frau ist, das sie sich wie ein Kind verhält. Sie hat diesen silberen Ring, der die Gefühle anzeigen kann, den sie von ihrer Fee bekam und auch wenn ich glaube, dass es ein wunderschönes Geschenk ist, verhält sich Littagale so, als ob sie nur mit dem Ring die Möglichkeit habe, ihre Gefühle überhaupt nachzuempfinden: als sie auf der Hochzeit von Lord von Beaverhive Jossop und seiner Braut Lady Scarlet ist, weiß sie erst, dass sie Glück empfindet, als sie auf den Ring guckt. Sie muss auch ihre Vermutung bestätigen, dass sie Angst hat und das sie Gefühle für Prinze Defendall hegt und auch nachdem sie weiß, dass sie ihn liebt, muss sie auf den Ring schauen, um zu verstehen, dass sie traurig ist, als Deke nicht in sie verliebt zu sein scheint.

Die Abbildungen sind meistens schön gemacht für die Szenen im Buch. Ich mag auch, dass es Bilder gibt, weil es ein Kinderbuch ist. Allerdings sind sie für meinen Geschmack etwas zu dunkel und könnten mehr ins Detail gehen. Ich weiß auch nicht, ob manche Namen wie Littagale, Ingeborg, Elsriliel Forest oder Defendall nicht zu schwierig auszusprechen oder gar zu lesen sind für Kinder. Und auch wenn ich den laktoseintoleranten Drachen liebe, hätte er einen einfallsreicheren Namen haben können als Tor, der Intolerante.

Alles in allem ist es eine phantasievolle, kleine Geschichte mit einem anderen Ausgang als sonst für Märchen mit angenehmen Abenteuern und Figuren und daher eine nette Geschichte, die man mit Schuldkindern im Alter zwischen 10-12 Jahren gut zusammen lesen kann, wenn sie von Märchen fasziniert sind und gerne lesen. Es ist auch wundervoll, um in den Urlaub zu nehmen.

3-Sterne!

Liebe Grüße,
Butterfly

Ich habe eine Kopie des Buches bekommen, um eine ehrliche Rezension abgeben zu können.

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